Investorenberatung

Um ausländische Investoren anzulocken, bemüht sich die mazedonische Regierung darum, die Rahmenbedingungen im Land zu verbessern. Die Reformen im Bereich der Infrastruktur, der Justiz und die Entwicklung des Bankensektors haben das Vertrauen der ausländischen Investoren in den mazedonischen Markt in den letzten Jahren gesteigert. Schwerpunkte der ausländischen Direktinvestitionen waren in jüngster Zeit vor allem die Automobilzuliefererindustrie, aber auch Maschinenbau und Elektrotechnik/Elektronik. Auch die nächsten Vorhaben kommen aus der Automobilzulieferer-, Elektro- und Baustoff- bzw. Bauchemieindustrie.

Mazedonien hat eine kleine aber ziemlich diversifizierte Wirtschaft. Als Bereiche mit grösstem Investitionspotenzial sind folgende anzusehen: Automotive, IT, Healthcare (pharmazeutische Produkte), Agrar- und Ernährungswirtschaft, Textil, Metallverarbeitung, Energie (insbes. erneuerbare Energien), Bergbau, Tourismus und Tabakindustrie. Die Industriestruktur ist relativ übergreifend geworden. Dies ermöglicht den Investoren, mehrere Investitionsstandorte gleichzeitig ins Auge zu fassen. Außer der Hauptstadt Skopje mit ca. 700.000 Einwohnern, gibt es in Mazedonien weitere 3 Städte (Tetovo, Kumanovo und Bitola) mit einer Bevölkerung von über 100.000 Einwohner. In Skopje, Tetovo/Nordwestmazedonien, Bitola/Südmazedonien und Stip/Ostmazedonien befinden sich auch die größten Ausbildungszentren (Universitäten und Fachhochschulen).

Die Delegation der Deutschen Wirtschaft kann für Sie aufgrund Ihrer spezifischen Anforderungen, die Vor- und Nachteile unterschiedlicher Städte in Bezug auf Industriestruktur und Arbeitskraft, Ausbildung und Infrastruktur usw. aufzeigen, Standortanalysen und –vergleiche erstellen. Nach einer umgehenden Information über die rechtlichen und steuerlichen Rahmenbedingungen vor Ort ist bei einer Investitions- und Standortentscheidung auch das Kennenlernen des Landes und der Leute von Bedeutung. Das Kennenlernen kann mit einer Besichtigung von vorher ausgewählten potenziellen Standorten und/oder Kontakt zu lokalen Behörden verbunden sein. Wir sind als deutsche Auslandshandelskammer, die seit 12 Jahren für deutsche Unternehmen in Mazedonien tätig ist, gut vernetzt und können Sie bei der Suche nach geeigneten Grundstücken, Produktionshallen, Büro- und Lagerflächen usw. unterstützen und anschließend zur Besichtigung und Betreuung vor Ort begleiten.

Wir können für Sie auch das gesamte Firmengründungs- und Umsatzsteuerregistrierungsverfahren durchführen, bei der Personalsuche unterstützen und die Anmeldung bei der Arbeitsagentur sowohl der Ortskräfte als auch Ihrer entsandten deutschen Mitarbeitern veranlassen. Alle auszufüllenden Formulare sind in mazedonischer Sprache, und wir als Kammer, die vor Ort als staatliche deutsche Institution wahrgenommen wird, kommen mit den verschiedenen Behörden gut zurecht.

Mazedonien besitzt technisch gut qualifiziertes Personal, das sich in die modernen Produktionsprozesse und westlichen Arbeitsstandards leicht einarbeiten lässt. Die jeweiligen Regierungen Mazedoniens haben der Anpassung des nationalen Ausbildungssystems an die wirtschaftlichen Entwicklungen zu wenig Bedeutung zugewiesen, so dass das Land heute einen gewissen Mangel an jungen qualifizierten Facharbeitern aufweist. Die Kommunikation mit den Mitarbeitern läuft relativ einwandfrei, da Fremdsprachenkenntnisse verbreitet sind. Deutsch steht nach Englisch, an zweiter Stelle als Fremdsprache. Die offizielle Arbeitslosigkeit ist ziemlich hoch und liegt bei 32%, die Zahl der Arbeitslosen ist in der Provinz höher als in der Hauptstadt Skopje.

Die Löhne und Gehälter sind unterschiedlich: wie überall hängt die Höhe eines Gehaltes von der Branche und der Qualifikation ab. Seit dem 01.01.2012 gilt in Mazedonien ein gesetzlich festgelegter Mindestlohn. Dieser beträgt ca. 130 Euro netto bzw. ca. 200 Euro brutto. Der Netto-Durchschnittslohn beträgt ca. 330 Euro. Die Lohnnebenkosten gehen 100% zulasten des Arbeitgebers: Rentenversicherung 17,5%, Krankenversicherung: 7,3%, Zusatzkrankenversicherung: 0,5%, Arbeitslosenversicherung: 1,2%, Einkommenssteuer 10%.

Die Mehrwertsteuer beträgt 18%. Ein ermäßigter MwSt-Satz von 5% gilt für Trinkwasser, Lebensmittel, Samen und Pflanzmaterial, Dünge- und Pflanzenschutzmittel, Landwirtschaftsmaschinen, Bücher, Zeitungen, Zeitschriften, Medikamente, Medizingeräte und –zubehör, Ausstattung für Krankenhäuser und orthopädische Geräte, Papier, Kopiergeräte, Computer, Komponenten für Solarkollektoren u.a. Mazedonien hat Doppelbesteuerungs- und Investitionsschutzabkommen mit Deutschland und vielen anderen europäischen Ländern.

Staatliche Unterstützung / Incentives für Investoren: Technologische Industrieentwicklungszonen (TIDZ) wurden von der mazedonischen Regierung gegründet, um günstige Bedingungen für die Entwicklung von Produktionstätigkeiten durch vorbereitete Industriestandorte mit Infrastruktur, Unterstützungsleistungen und Steuer-, Zoll-und andere zusätzliche Investorenanreize anzubieten. Die Gesetzgebung bietet großzügige Anreize für exportorientierte Industrien und Investoren, wie z.B:

  • 0% persönliche Einkommens-und Körperschaftssteuer für die ersten 10 Jahre (danach 10%)
  • Keine MwSt. und keine Zölle für die Export-Produktion
  • Zuschuss von bis zu 500.000 Euro für Baukosten
  • Pachtverträge bis zu 99 Jahren zu attraktiven Preisen
  • Green Customs-Channel - Beschleunigung beim Exportverfahren in die EU

Weitere Vorteile sind die komplette Infrastruktur mit Erdgas-, Wasser- und Stromversorgung und Zugang zum internationalen Straßennetz. Die Investoren in den Zonen sind auch von der Gebühr für die Vorbereitung der Baustelle befreit. Je nach Art der Tätigkeit, der Höhe der Investition, den Anforderungen des einzelnen Investors und der Anzahl und Struktur der Mitarbeiter, die die potenzielle Investition beschäftigen wird, können seitens der Regierung maßgeschneiderte Leistungspakete in Form einer Ausbildung oder Ausbildungsförderung zur Verfügung gestellt werden.

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