Über Mazedonien

Die Republik Mazedonien ist mit einer Fläche von nur 25.713 km² größentechnisch etwa vergleichbar mit Brandenburg und damit eines der kleinsten Länder Europas. Das auf der Balkanhalbinsel gelegene Land besitzt trotz fehlendem Meereszugang doch eine strategisch wichtige Position an der Kreuzung zwischen zwei wichtigen europäischen Vekehrskorridoren (Korridor 8 und 10), die Mittelosteuropa mit der Adria, der Ägäis und dem Schwarzen Meer verbinden. Mazedonien ist in 80 Gemeinden gegliedert, die lokale Gebietskörperschaften sind, einen Bürgermeister stellen und einen Rat besitzen. Zu nur statistischen – ohne verwaltungstechnischen – Zwecken ist Mazedonien weiters in acht statistische Regionen gegliedert, die jeweils mehrere benachbarte Gemeinden zusammenfassen. Die Hauptstadt Skopje liegt im Norden Mazedoniens und ist mit ca. 600.000 Einwohnern die größte Stadt und das politische und kulturelle Zentrum des Landes.

Wunderschöne und sehr abwechslungsreiche Landschaft

Mazedonien ist ein gebirgiges Land mit vielen Seen und Tälern. Der höchste Berg ist Golem Korab mit 2.764 Metern. Der See Ohrid ist der größte See des Landes, der tiefste See auf der Balkanhalbinsel und der ältete See Europas. Der wichtigste Fluss ist der Vardar, der das Land der Länge nach durchfließt und über Griechenland in die Ägäis mündet. Das Klima ist im gebirgigen Landesinneren relativ rau. Das Land liegt im Übergangsgebiet zwischen dem mediterranen und dem kontinentalen Klima. Die Verkehrsinfrastruktur in Mazedonien wird momentan stark ausgebaut (vor allem Straßen und Schienenwege). Hauptverkehrsachse ist das in Richtung Nordwest-Südost verlaufende breite Vardar-Tal mit der wichtigsten Eisenbahnlinie. Im Straßenverkehr verlaufen die wichtigsten Ströme entlang des Vardar. Die hier verlaufende Autobahn verbindet die Hauptstadt Skopje mit Belgrad und dem griechischen Hafen Thessaloniki. Internationale Flugverbindungen bestehen in Skopje und in Ohrid.

 

Parlamentarische Demokratie seit 1991

Seit der Unabhängigkeit Mazedoniens vom ehemaligen Jugoslawien (08. September 1991) besteht in Mazedonien eine parlamentarische Demokratie. Regierungschef Mazedoniens ist Nikola Gruevski, Staatsoberhaupt ist der Staatspräsident Georgi Ivanov.

Wirtschaftstrends Jahreswechsel 2015/16 - Mazedonien

 

Die Wirtschaft der Republik Mazedonien setzt ihren Aufschwung 2015 fort. Ein Zuwachs von gut 3% gilt als wahrscheinlich. Eine seit Längerem schwelende innenpolitische Krise macht jedoch ein noch besseres Abschneiden zunichte. Zeichen der Zurückhaltung weist vor allem das Investitionsgeschehen auf. Demgegenüber läuft es für die exportorientierten Industriesparten recht gut. Leichte Einkommenssteigerungen verbessern die Absatzchancen für ausländische Anbieter.2015 ist der BIP-Zuwachs in Mazedonien mit geschätzt gut 3% nicht zuletzt im regionalen Vergleich recht beachtlich ausgefallen. Dabei profitierte Mazedoniens Wirtschaft einmal mehr von der anhaltend robusten Auslandsnachfrage. Für Wachstumsimpulse sorgt zudem der private Konsum, der, obwohl insgesamt noch immer auf einem recht niedrigen Niveau liegend, von realen Einkommensverbesserungen profitiert. Das Wachstum in Mazedonien stützt sich auf eine breite Basis. Wichtige Impulse stammen von den Exporten. Deren Zunahme geht vor allem auf die steigende Produktion einiger bereits vor Ort tätiger exportorientierter Unternehmen mit zumeist ausländischem Hintergrund zurück. Für deren Ansiedlung hält Mazedonien in erster Linie die so genannten Technological-Industrial Development Zones (TIDZ) bereit, deren Ausfuhraktivitäten im Jahr 2015 bereits über 30% der mazedonischen Gesamtexporte ausmachten. Gemäß der Daten des Statistikamtes der Republik Mazedonien betrug der Warenausfuhrwert im Zeitraum Januar – Dezember 2015 4.051,2 Mio. EUR, wobei der Wareneinfuhrwert 5.776,9 Mio. EUR betrug. Das Handelsdefizit in 2015 betrug 1.725,7 Mio. EUR. Bedeutendster Handelspartner Mazedoniens ist Deutschland. Dahinter folgen mit deutlichem Abstand Serbien, Großbritannien, Griechenland, Bulgarien und Italien.

 

Top 5 Handelspartner Mazedoniens 2015

 

Land 

Volumen in Mio. €   

Volumen in Mio. €   

Einfuhr in Mio.€

Deckung Einfuhr mit Ausfuhr Deutschland

Deutschland

2.525,8

1.795,0 7

730,8

245,9%

Serbien

630,5

185,1

445,4

41,3%

Großbritannien

600,9

42,4

558,6

7,5%

Griechenland

600,0

149,5

450,5

33,1%

Bulgarien

551,3

244,0

307,4

79,5%